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>> Hüfte >> Hüftgelenkersatz



Wer kommt für einen Hüftersatz in Frage?

Osteoarthritis der Hüfte kommt in erster Linie bei älteren Personen vor. Die Symptome variieren von leichtem Unbehagen bis zu schweren Schmerzen und Bewegungsunfähigkeit. Die Behandlung der Osteoarthritis der Hüfte konzentriert sich auf die Schmerzlinderung und die Verbesserung der Bewegungsfähigkeit. Wenn konservative Behandlungsmethoden keine nennenswerte Linderung verschaffen, kann ein Hüfttotalersatz angebracht erscheinen.

Ein Orthopäde, spezialisiert auf die Behandlung von Knochen- und Gelenkproblemen, wird feststellen, ob für Sie ein Hüftersatz in Frage kommt. Der Arzt bespricht mit Ihnen Ihren Krankheitsverlauf, mißt die Bewegungsfähigkeit und die Muskelkraft Ihrer Hüfte und beobachtet, wie Sie sitzen, sich beugen oder bewegen. Zusätzlich dazu werden Röntgenaufnahmen gemacht, die das Ausmaß der Schäden an Ihrer Hüfte bestimmen. Zeigen die Röntgenaufnahmen gravierende Gelenkschäden und haben andere Behandlungsmethoden keine Besserung gebracht, kann der Arzt eine Hüftgelenks-Totaloperation vorschlagen.

Der Totalersatz des Hüftgelenks ist heute einer der  zuverlässigsten medizinischen Eingriffe, die die Medizin anbietet. Durch die totale Ersetzung des Gelenks konnten schon viele Patienten in ein aktives und schmerzfreies Leben zurückkehren!

Postoperatives Hüftgelenk mit eingesetzter Prothese

Der Totalersatz des Hüftgelenks ist eine Operation, bei der ein - meist durch Arthrose - beschädigtes Hüftgelenk ersetzt wird. Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk. Die Kugel wird durch den Kopf des Oberschenkelknochens (Femur) gebildet und paßt genau in die Pfanne (Acetabulum). Dies wird in der linken Abbildung mit dem Titel "Normal Hip" (gesunde Hüfte) dargestellt.

Die Oberflächen dieser Knochen sind mit einer glatten Substanz, dem Gelenkknorpel, überzogen. Arthrose tritt auf, wenn der Gelenkknorpel verschleißt und der darunterliegende Knochen freiliegt. Dies wird in der rechten Abbildung mit dem Titel "Arthritic Hip" (arthritische Hüfte) dargestellt. Arthrose verursacht Schmerzen, Verkrüppelung und Verlust der Bewegungsfähigkeit.

Bei einer Hüft-Totaloperation ersetzt der Chirurg den verschlissenen Kopf des Schenkelknochens durch eine Kugel aus Metall oder Keramik, die er mittels eines Hüftschaftes auf den Knochenstumpf montiert, während die Pfannenoberfläche durch eine Kalotte aus Polyäthylen (Kunststoff) oder mit Polyäthylen belegtem Metall neu ausgekleidet wird. Die Prothese wird mit einem dem Zahnzement ähnlichen Mörtel einzementiert oder ohne Zement formschlüssig eingepreßt. Das Ergebnis eines Hüft-Totalersatzes ist in nachfolgender Abbildung dargestellt.

Der Orthopäde hat verfolgt mit einer Hüft-Totalersetzung vier grundlegende Ziele:

  • Schmerzfreiheit,
  • Wiederherstellung der Beweglichkeit,
  • Korrektur von Deformationen, Wiederherstellung der Beinlänge und Abstellen des Hinkens,
  • gute Langzeitergebnisse.

Vor einer Hüft-Totaloperation muß sich der Patient einer Reihe von Tests wie Röntgenaufnahmen, Bluttests und möglicherweise einem EKG (Ableitung der Herzströme) unterziehen. Der Patient wird am Tag vor der Operation für die Narkosebesprechung und die präoperative Vorbereitung in die Klinik aufgenommen. Da die Operation unter Vollnarkose oder Rückenmarksnarkose (je nach Belieben des Patienten/Chirurgen) durchgeführt wird, ist ein Fasten notwendig.

Die Dauer des Klinikaufenthaltes ist unterschiedlich und kann zwischen 3 und 10 Tagen liegen. Nach der Entlassung sind Besuche bei einem Krankengymnasten sowie tägliche Übungen notwendig. Physiotherapeutische Übungen sind nach einer Hüft-Totaloperation wichtig; eine erfolgreiche Genesung hängt in der Regel von der Disziplin des Patienten ab, mit der er die postoperativen Übungen durchführt. In der Regel benötigt der Patient zunächst Krücken oder eine Gehhilfe mit Rädern, die nach einigen Monaten durch einen Gehstock ersetzt werden können.

Während der postoperativen Zeit werden dem Patienten Techniken für das Gehen, das Überwinden von Treppen, das Hinsetzen und Aufstehen (Stuhl bzw. Auto) sowie das Hinsetzen auf einen bzw. Aufstehen von einem Toilettensitz vermittelt. Die prä- und post-operative Behandlung kann aufgrund von vielen Faktoren unterschiedlich verlaufen. Sprechen Sie mit Ihrem Chirurgen über den für Sie optimalen Behandlungs- und Übungsplan.

 

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